Vegane Ernährung-Zweiter Teil

Sind Sojaprodukte eigentlich gesund?

Es gibt sehr widersprüchliche Aussagen ob Sojaprodukte wirklich so gesund sind, über die Vor- und Nachteile sollte sich jeder Veganer gründlich informieren.

Eine steigende Anzahl von Personen ist von Sojaunverträglichkeit und Sojaintoleranz betroffen. Die Gründe dafür sind, vorallem, dass immer mehr Sojaanteile in unseren Lebensmitteln enthalten sind. So finden sich Soja oder Sojaprodukte z. B. in verschiedenen Backwaren, Schokoladen, Fertiggerichten. In der Zutatenliste sind sie oftmals als E 322, E 426, Sojabohnen-Polyose, TVP, Aroma (Soja), 
Sojaproteine, Sojalecithine, bezeichnet. Oftmals steht auch der Hinweis „
Kann Spuren von Soja enthalten“ oder 
„Enthält Sojaprodukte“.

Die Sojabohne ist eine Hülsenfrucht und enthält wie viele anderen Hülsenfrüchte positive und negative Inhaltsstoffe. Dazu kommt noch das diese Hülsenfrucht meist stark verarbeitet wird, also alles andere als natürlich. Ganz einfach gesagt, durch diese Verarbeitung enthalten sie u. a. Phytinsäure. Die Phytinsäure bindet Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium. Das führt bei veganer Ernährung zu schwerwiegenden Mangelerscheinungen, die wiederum verschiedene Krankheitsbilder auslösen können. Ebenfalls entstehen durch die Verarbeitung Lektine. Diese können zu Entzündungen führen. Bei längeren Genuss von Sojaprodukten kann es zur Übersättigung kommen, dieses geschieht durch die Resistenz des Sättigungshormons Leptin. Eine Fermentierung oder Keimung würden die Lektine zum größten Teil zerstören.

Wie machen das die Völker, die Hülsenfrüchte als Grundnahrung nutzen?

Ganz einfach, die Zubereitungsart ist das Geheimnis. Beispielsweise kochen die Völker Asiens oder Nordamerikas die Hülsenfrüchte stundenlang, weichen sie über Tage ein, fermentieren sie oder verarbeiten sie gekeimt.

Zum Schluss noch ein Tipp.

Bei Sojaprodukten sollte der Verbraucher auf Bioprodukte achten, die eigentlich nicht gentechnisch verändert sein sollten.

Vegane Ernährung Erster Teil

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