E-Nummern 200-299

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E-Nr.Verkehrs-
bezeichnung
leerleerleerleerleerleerErklärungBemerkung
200SorbinsäureunbedenklichKünstliche herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Kommt auch als natürliche Fettsäure in Lebensmitteln vor. Hat leicht sauren Eigengeschmack.
202
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203
Kaliumsorbat,  CalciumsorbatKünstliche herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Verbindung der Sorbinsäure. -Siehe E 200.
210BenzoesäureabzuratenbedenklichBei Personen mit Asthma, Heuschnupfen oder Hautallergien können allerdings allergische Reaktionen ausgelöst werden. Wird als Arzneimittel gegen Krätze und Milben zur äußerlichen Anwendung eingesetzt.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Kommt auch als natürlicher Stoff in Lebensmitteln vor. Wird überwiegend in Fisch- und Salatprodukten eingesetzt. Geschmackliche Beeinträchtigung bei Fertigprodukten möglich.
211
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213
Natriumbenzoat, Kaliumbenzoat, CalciumbenzoatabzuratenbedenklichKünstlich herge­s‍tellte Konservierungs­s‍toffe. Verbindungen der Benzoesäure. siehe E 210.
214Ethyl-p-hydroxybenzoatabzuratenbedenklichIm Tierversuch wurde eine betäubende, gefäßerweiternde und krampfauslösende Wirkung festge­s‍tellt.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Ethyl-p-hydroxyverbindung der Benzoesäure. Wird hauptsächlich in Fischprodukten und Feinkostsalaten eingesetzt. Kann zu deutlichen geschmacklichen Beeinträchtigungen führen.(E210)
215
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219
Natriumethyl-p-hydroxybenzoat, Propyl-p-hydroxybenzoat, Natriumpropyl-p-hydroxybenzoat, Methyl-p-hydroxybenzoat, NatriummethylabzuratenbedenklichKünstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toffe der Benzoesäure.  Siehe E 210.
220SchwefeldioxidabzuratenbedenklichbiobioVermindert den Vitamin B1-Gehalt von Lebensmitteln und kann bei empfindlichen Menschen zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen (ab 25 mg pro Liter Wein). Bei Asthmatikern kann das sogenannte "Sulfit-Asthma" hervorgerufen werden. Eine Höchstdosis von mehr als 0,7 mg/kg Körpergewicht sollte aus gesundheitlichen Gründen für keine Personengruppe überschritten werden. Insbesondere durch süße Weißweine mit 300 - 400 mg/l kann der zulässige Wert schnell erreicht werden. Durch Konsum von zwei Gläsern dieses Weines kann der ADI-Wert bereits überschritten werden.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Wird vorwiegend in Weißweinen, Trockenfüchten und Kartoffelerzeugnissen eingesetzt. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
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228
Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit, Kaliummetabisulfit, Calicumsulfit, Calicumhydrogensulfit, KaliumhydrogensulfitabzuratenbedenklichKünstlich herge­s‍tellte Konservierungs­s‍toffe. Verbindung der schwefligen Säure. siehe E 220.
230Biphenyl, DiphenylabzuratenbedenklichNur zugelassen gegen Schimmelund Pilzbefall für Schalen von Zitrusfrüchten oder deren Einwickelpapier. Auch als Pe­s‍tizid zugelassen. Beim Schälen überträgt man einen Teil des Mittels auf das Fruchtfleisch, daher Hände nach dem Schälen oder Berühren des Einwickelpapiers gründlich waschen. Im Tierversuch wurden bei hohen Dosen innere Blutungen und Organveränderungen beobachtet.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff.
231
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232
Orthophenylpenol, NatriumorthophenylpenolabzuratenKünstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toffe. siehe E 230. Vom Verzehr behandelter Schalen ist abzuraten. Für Allergiker bei Hautkontakt bedenklich.
233Thiabendazolnicht bewertetKünstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Zur Oberflächenbehandlung von Zitrusfrüchten und Bananen zugelassen. Bananen müssen nicht gekennzeichnet werden! Wird auch als Pe­s‍tizid (z.B. bei Kartoffeln und Kernobst) und als Arzneimittel (z.B. gegen Würmer im Darm eingesetzt.
234NisinabzuratenBei zu häufiger Aufnahme durch die Nahrung können Antibiotika als Arzneimittel ihren therapeutischen Wert verlieren. Resi­s‍tente Krankheitserreger wären medizinisch nur noch schwer zu bekämpfen.Künstlicher Konservierungs­s‍toff mit antibiotischer Wirkung, durch Mikroorganismen herge­s‍tellt. Nur für Grieß-und Tapiokapudding sowie für gereiften Käse und Schmelzkäse zugelassen.
235NatamycinDarf nicht mehr als 5 mm in die Lebensmittel eindringen. Auch als Arzneimittel (zum Beispiel gegen Pilzinfektionen der Haut) zugelassen. Bei zu häufiger Aufnahme durch die Nahrung kann Natamycin seinen therapeutischen Wert als Arzneimittel verlieren. Resi­s‍tente Krankheitserreger wären medizinisch nur noch schwer zu bekämpfen.Künstlicher Konservierungs­s‍toff mit antibiotischer Wirkung, durch Mikroorganismen herge­s‍tellt. Nur für die Oberflächenbehandlung von Käse und  getrockneten, gepöckelten Wurstwaren zugelassen.
239Hexamethylen-tetraminabzuratenbedenklichKünstlicher Stoff, herge­s‍tellt aus Ammoniak und Formaldehyd. Nur für Provolone-Käse zugelassen. Gibt Formaldehyd in den Käse ab. Eine Restmenge von 25 mg pro kg Provolone-Käse ist zugelassen! Auch als Arzneimittel zur Desinfektion der Haut und Harnwege sowie als Konservierungs­s‍toff zur äußerlichen Anwendung in Kosmetika zugelassen.
242Dimethyldi-carbonatDarf nur unterhalb der Nachweismenge in Getränken enthalten sein. Leider keine Kennzeichnungspflicht.Künstlich herge­s‍tellter Stoff zur Entkeimung bei der Abfüllung von alkoholfreien Getränken, alkoholfreiem Wein und Flüssigteekonzentraten zugelassen. Es zerfällt nach kurzer Zeit voll­s‍tändig in gering­s‍te Mengen Methanol und Kohlendioxid. Es können unter be­s‍timmten Bedingungen, sehr selten geringe Spuren von Methylcarbamat ent­s‍tehen.
249KaliumnitritabzuratenKünstlich herge­s‍tellter Konservierung­s‍toff. siehe E 250.
250Natriumnitrit, NitritpökelsalzabzuratenbioHemmt die Entwicklung von gesundheitsgefärdenden Bakterien (Botulismus) im Fleisch. Beim Menschen behindert er den Sauer­s‍tofftransport im Blut. Das ist insbesondere für Säuglinge gefährlich. Zusammen mit Eiweißbe­s‍tandteilen bei Temperaturen über 150 Grad Celsius können sich krebserregende Nitrosamine bilden. Daher rät die deutsche Krebshilfe möglichst wenig gepökelte Lebensmittel zu essen, zum Beispiel Kaßler, gekochten Schinken und fast alle Wurstwaren.Künstlich herge­s‍tellter Konservierung­s‍toff.
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Natriumnitrat,  KaliumnitratabzuratenKann Blausucht (Sauer­s‍toffelmangel) bei Säuglingen verursachen.Künstlich herge­s‍tellter Konservierung­s‍toffe. Gefahr der Umwandlung in Nitrit. Siehe E 250.
260EssigsäureunbedenklichKonzentrierte Säure kann zur Zer­s‍törung von Körpergewebe führen. Kommt in Lebensmitteln nur in Konzentrationen vor, die keine Gesundheitsgefährdung hervorrufen können.Künstlich herge­s‍telltes Säuerungsmittel, mit Hilfe von Mikroorganismen herge­s‍tellt. Markanter saurer Eigengeschmack. Kommt in der Natur vor.
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263
Kaliumacetat, Natriumacetat, CalciumacetatunbedenklichNatürliche, pflanzliche oder künstlich herge­s‍tellte Säuerungsmittel. Verbindungen der Essigsäure.  Siehe E 260.
270MilchsäureunbedenklichbioKünstlich herge­s‍telltes Säuerungsmittel. Kommt in jedem Lebewesen vor. Kann bei Neugeborenen zu Stoffwechsel­s‍törungen führen, wenn der Verdauungsmechanismus noch nicht ausreichend entwickelt ist. Das gilt jedoch nur für D-Milchsäure. In Säuglingsnahrung ist nur die unbedenklichen Form L(+)-Milchsäure zugelassen. Gilt als unbedenklich.
280ProporinsäureabzuratenVerursachte bei Ratten krebsähnliche Veränderungen des Vormagens. Wurde 1988 in Deutschland verboten und ist seit 1996 EU-weit wieder zugelassen.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Kann zu geschmacklichen und geruchlichen Beeinträchtigungen führen. Zugelassen für abgepacktes, geschnittenes Brot und vorverpackte Feinbackwaren, zum Beispiel Kuchen und Kekse. Kommt von Natur aus in einigen Käsesorten vor.
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283
Natriumpropionat, Calciumpropionat, KaliumpropionatabzuratenKünstlich herge­s‍tellte Konservierungs­s‍toffe. Verbindungen der Propionsäure. Siehe E 280.
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Borsäure,  Natriumtetraborat (Borax)abzuratenReichert sich im Körper an. Verursacht bei langfri­s‍tiger Aufnahme Durchfälle und innere Organschäden. Hat als Konservierungsmittel in Lebensmitteln früher zu Vergiftungen geführt, ist daher heute nur noch für Störrogen (Kaviar) zugelassen.Künstlich herge­s‍tellter Konservierungs­s‍toff. Hochgiftig.
290KohlendioxidunbedenklichbioNatürlichen, pflanzlich herge­s‍telltes Treibgas oder Säuerungsmittel. Kommt in jeder lebenden Zelle vor.
296ApfelsäureunbedenklichbioKann bei Neugeborenen zu Stoffwechsel­s‍törungen führen, wenn der Verdauungsmechanismus noch nicht ausreichend entwickelt ist.Künstlich herge­s‍telltes Säuerungsmittel. Saurer Eigengeschmack. Kommt im menschlichen Stoffwechsel vor.
297FumarsäureunbedenklichKünstlich herge­s‍telltes Säuerungsmittel. Kommt in jeder lebenden Zelle vor. Wird auch als Arzneimittel verwendet (gegen Schuppenflechte) und steigert die Futterverwertung bei Ferkeln.
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