Die sogenannten Ritteressen und das Mittelalter

Es gibt bestimmt einige Nutzer meiner Internetseite die schon an einem „Ritteressen“ teilgenommen haben. Es wird meist beworben mit „Original Ritteressen“, „Rittermahl“, „Rittergelage“, „Wie die Ritter essen“ usw. Bei genauerem hinschauen war ich sehr erstaunt.

Aber erst einmal zur Definition. Laut Wikipedia „ist (Ritter) ursprünglich die Bezeichnung für die wehrhaften, schwer gerüsteten, berittenen Krieger des europäischen Mittelalters.“ Ritter waren adlige Grundherren und auch Ministeralien (sie wurden für Kriegsdienste und Ausübung niederer Gerichtsbarkeit eingesetzt) aus denen sich später der niedere Adel bildete.

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Hitze

Die heißen Tage der letzten Wochen sind für viele Menschen egal, ob jung oder alt unerträglich. Da braucht der Körper viel Flüssigkeit um den Kreislauf in Schwung zu halten.

Jetzt eine schöne kühle Limonade.

Doch wie kann ich schnell und einfach eine Limonade zaubern. Ein Tipp von mir, man sollte immer ein wenig Läuterzucker zu Hause haben.

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Meine Reise nach Russland und die Besonderheiten der russischen Küche

Es war nicht meine erste Reise nach Russland. Schon vor 2 Jahren habe ich das Land kennengelernt und auch die große Gastfreundlichkeit der Menschen.

Meinen Urlaub verbrachte ich in einer russischen Kleinstadt zwischen Moskau und St. Petersburg. Nach einer langen Anreise mit Flugzeug, Bahn und Taxi, einer viel zu kurzen Nacht, freute ich mich auf das Frühstück.

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Kartoffelbeilagen

Die Zubereitungsarten von Kartoffeln die in unserer Küche vorwiegend Sättigungsbeilagen sind, ist sehr vielfältig. Nur einige möchte ich hier einmal aufzeigen, aber auch den dazugehörigen französischen Fachausdruck der Spitzengastronomie bzw. Küche. Sicherlich sind einigen von Euch diese Fachausdrücke schon auf der einen oder anderen Speisekarte begegnet.

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Vegane Ernährung-Zweiter Teil

Sind Sojaprodukte eigentlich gesund?

Es gibt sehr widersprüchliche Aussagen ob Sojaprodukte wirklich so gesund sind, über die Vor- und Nachteile sollte sich jeder Veganer gründlich informieren.

Eine steigende Anzahl von Personen ist von Sojaunverträglichkeit und Sojaintoleranz betroffen. Die Gründe dafür sind, vorallem, dass immer mehr Sojaanteile in unseren Lebensmitteln enthalten sind. So finden sich Soja oder Sojaprodukte z. B. in verschiedenen Backwaren, Schokoladen, Fertiggerichten. In der Zutatenliste sind sie oftmals als E 322, E 426, Sojabohnen-Polyose, TVP, Aroma (Soja), 
Sojaproteine, Sojalecithine, bezeichnet. Oftmals steht auch der Hinweis „
Kann Spuren von Soja enthalten“ oder 
„Enthält Sojaprodukte“.

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Vegane Ernährung-Erster Teil

Ist vegane Ernährung im Trend?

Ja, die Anzahl der Menschen die sich Vegan ernähren steigt stetig an. Laut vebu.de ernähren sich in Deutschland rund 8 Millionen Menschen vegetarisch und 1,3 Millionen Menschen vegan. Täglich kommen laut Schätzungen etwa 2.000 Vegetarier und 200 Veganer hinzu.
Schon in meinem Studium diskutierten wir über die vegetarische Kostform. Obwohl diese nicht so problematisch ist wie Vegan, wurde dabei schon immer betont: „Es ist wichtig sich ausgewogen zur Ernähren.“

Das heißt, man muss immer alle essenziellen Nährstoffe aufnehmen die der Körper braucht.

Was heißt also Vegane Ernährung:

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Die bedrohte Banane

Die Banane ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, aber erst vor rund 100 Jahren trat sie ihre Reise nach Europa an. Sie gehört mit zu den beliebtesten Obst in Deutschland und steht auf Platz zwei der meist gekauften Obstsorten nach dem Apfel. Der Grund für ihre große Beliebtheit ist vor allem, dass wir sie das ganze Jahr kaufen können und zu günstigeren Preisen als unser heimisches Obst. Sie ist leicht handhabbar, braucht eigentlich keine Verpackung und eignet sich gut für den kleinen Hunger. In unserer Küche findet sie vielfältige Verwendung nicht nur als Frischobst, sie ist schon fast ein Grundnahrungsmittel.

Cavendish…

..heißt diese Bananensorte, sie wird zu 90 % in Deutschland in den Supermarktregalen angeboten und ist auch die weltweit am meisten gehandelte Sorte. Die Cavendish wird auf Großplantagen in Monokulturen, vorzugsweise in Ecuador angebaut. Ecuador ist das größte Bananenanbaugebiet weltweit. Die Banane wird nicht über Samen vermehrt, sondern über Ableger, somit sehen alle Cavendish-Bananen weltweit gleich aus und sind sozusagen genetisch identisch.

Diese riesigen Plantagen, denen immer mehr Regenwald zum Opfer fällt, werden mit hochgiftige Pestiziden ca. 40 mal im Jahr aus Flugzeugen besprüht. So werden immer billiger, schöne goldgelbe Bananen, ohne Makel für den „kritischen“ Verbraucher  produziert.

Der Einsatz von Pestiziden ist faktisch unumgänglich, weil diese Monokulturen anfällig für Krankheiten, Pilzen, Insekten etc. sind. Da diese Erreger aber Resistenzen bilden, ist ein immer weiterer Einsatz von Chemikalien, die zum teil in Deutschland und in der EU verboten sind, notwendig. Hierzu kommt noch der massive Einsatz von Düngemittel, die den Ertrag steigern sollen und damit die Gewinne der Fruchthandelskonzerne erhöhen.

Aber das alles geht auf Kosten der Menschen

Für die Arbeiter, meistens sogenannte „Tagelöhner“, aber auch die dort beheimatete Bevölkerung sind die Folgen verheerend. Verseuchtes Trinkwasser, chronische Krankheiten, Krebs, plötzliche Todesfälle, Babys die schon krank auf die Welt kommen, um nur einiges zu nennen. Die Selbstversorgung der Dorfbevölkerung ist gefährdet, die Böden sind verseucht und die Haustiere verenden. Die Sicherung des Lebensunterhaltes wird immer problematischer, doch die Plantagenbesitzer weisen jede Verantwortung von sich.

Ebenso katastrophal sind die Folgen für den angrenzendn Regenwald. Das empfindliche Ökosystem, „die grüne Lunge unserer Erde“, ist in seiner einzigartigen Vielfalt an Pflanzen und Tieren, wobei viele Arten noch unerforscht sind, schwer geschädigt. Die Giftstoffe  schädigen den natürliche Kreislauf  und landen über Bäche und Flüsse in unseren Meeren und über die Fische letztendlich auf unseren Teller.

Doch die Banane ist bedroht.

Die brutalen und schonungslosen Anbaumethoden führen zur Schwächung der Pflanzen, den man mit immer mehr Pestiziden und Dünger entgegen wirkt.
Der sogenannten Panama-Krankeit, die durch den Pilzerreger TR4 hervorgerufen wird, scheint man nichts entgegensetzen zu können. Es gibt bislang kein Mittel. Die weltweite Bananenproduktion ist dadurch gefährdet. Von Südostasien bis nach Australien und Afrika hat sich der Erreger verbreitet. Wenn der Pilz auch noch Lateinamerika erreichen sollte, sieht es für unsere Banane schlecht aus.

Der Pilz lebt im Boden, dringt über die Wurzeln in die Pflanze ein und sie hat durch die extreme Art der Monokultur kein Chance. Das Böse daran ist, dass der Pilz über Jahrzehnte im Boden verbleibt.

Die Panama-Krankeit hat schon einmal in der ersten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts, in einer anderen Variante des Pilzes, die Bananensorte „Gros Michel“ vernichtet. Sie war die ideale Massenbanane, gut stapelbar und perfekt geeignet für den Transport mit Schiffen, aber gegen die Krankheit hatte sie nichts entgegenzusetzen.

Eine Lösung wären Mischkulturen.

Die Pflanzen sind dadurch widerstandsfähiger gegen Erreger, aber Ertrag und die Gewinne für die Unternehmen niedriger. So wird intensiv an genveränderten Bananensorten oder an neuen Kreuzungen geforscht.
Sollte es zu einer Verknappung im Weltmarkt der Cavendish-Banane kommen, könnte es vorbei sein mit unserer Billigfrucht. Das wird dazu führen, dass andere Bananensorten, vielleicht aus weniger extremen Monokulturen für den Export gezüchtet werden. Möglicherweise alte widerstandsfähigere, nicht so makellose und schöne wie die Cavendish.
Aber dazu wäre auch ein Umdenken der Verbraucher notwendig.

Noch etwas zur Bio-Banane

Natürlich ist es viel besser Bio-Bananen zu essen. Sie sind nicht (soviel) mit Pestiziden belastet, werden in Mischkulturen angebaut und es gibt besser Löhne für die Plantagenarbeiter.
Aber es ist trotzdem eine Plantage im Regenwald, der uns immer weiter verloren geht.

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Garstufen

Zunächst erst einige Hinweise:

Das Fleisch bei Zimmertemperatur zubereiten, es sollte möglichst trocken sein. Beim Wenden nicht mit der Fleischgabel in die Fleischstücke stechen, dadurch kann der Fleischsaft auslaufen und die Bratstücke werden trocken und schmecken Fad. Das Bratfett darf nicht zu heiß sein, sonst schließen sich die Poren zu schnell.

Bleu, rare
Der Fleischkern ist roh. Es ist nur kurz angebraten. Der austretende Fleischsaft ist rot.
Saignant, rare mediumAußen ist es intensiver gebräunt. Der Fleischsaft ist rötlich. Innen ist das Fleisch rot.
A point, medium
Es ist halb durchgebraten. Das Fleisch ist innen rosa.
Bien cuit, well-doneDas Fleisch ist durchgebraten. Der Fleischkern ist braun.

Kurz gebratene Fleischstücke vom Schwein und Kalb wie Medaillons, Koteletts oder Steaks sollten nicht blutig serviert werden. Die Kerntemperatur sollte nicht unter 65 °C betragen. Das Fleisch ist dann immer noch rosa und saftig.

Druckprobe

Was ist eine Druckprobe?

Durch eine Druckprobe wird die Garstufe des Fleisches ermittelt.

Oft wird im Internet von der Fingerprobe geschrieben, das ist zwar alles richtig, nur für Otto Normalverbraucher könnte die Fingerprobe in einer heißen Pfanne eine Herausforderung sein. Probiert es mit einem flachen Holzlöffel.

Es setzt natürlich einige Erfahrungen voraus, um das richtige Gefühl für den Garzustand zu bekommen.

Ist das Fleisch innen noch roh, gibt es leicht nach. Aber je mehr durchgebraten es ist, um so straffer ist das Fleisch. Ein erfahrener Koch oder Hobbykoch kann es auch schon am Aussehen erkennen. Ein durchgebratenes Steak sieht fest und straff aus.

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